Neues vom Schloss Schlettau


Neues vom Schloss (44)

01.12.2008

Liebe Bürger von Schlettau und Dörfel,
leider gibt es doch immer wieder viele von Ihnen, die erst im Mitteilungsblatt erfahren,  was im Schloss so alles los war!! Die zahleichen Besucher und Zuschauer auch aus der näheren und weiteren Umgebung  können sicher bestätigen, dass es sich sehr lohnt, unser schönes Baudenkmal mit seinem interessanten und „lebendigen“ musealen und touristischen Angebot zu besuchen. Vom Januar bis 31. Oktober d. J. haben immerhin schon 9999 Menschen das Schloss Schlettau besucht; 800 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres!! Höhepunkte des kulturellen Lebens im Schloss waren in den vergangenen Monaten zum einen das Festival „2000 + 1 Nacht“, dass wieder klassische und moderne Musik auf hohem künstlerischem Niveau verbunden und trotz widrigen Wetters mehr Gäste als im vergangenen Jahr in den stimmungsvollen Park und den Rittersaal gezogen hat. Erstmalig konnte unser neuer Bürgermeister A. Bräuer am Ende der Konzertreihe seiner Freude über diese Attraktion in Schlettau Ausdruck verleihen und die Organisatoren ehren.

Leider litt auch das erweiterte mittelalterliche Ritterspektakel im September im Park unter dem ungünstigen Wetter. Bei den Veranstaltungen der Reihe „Musik und Literatur im Rittersaal“ gab es wieder viel Applaus für Operetten-Stars und im Oktober für drei Zigeuner mit ihrer sowohl schwermütigen als auch feurigen Musik auf Geige, Zimbal und  Cello.
Das „Kartoffelessen“ in unserem schönen „Restaurant & Café“ und den weiteren urigen Räumen war wegen der leckeren Speisen sehr gut besucht. 1075 Besucher zählte der „Tag des traditionellen Hankwerks“, bei dem z.B. erstmalig auch ein Zinngießer bei seiner Arbeit zu beobachten war. Und schließlich gab es zum ersten Mal im Schloss „Halloween“. Eine Reihe von Räumen waren dafür schaurig-schön ausgestattet und bis nach  Mitternacht gab es Ereignis nach Ereignis und viel Spaß. Wer nennt eine kleine Stadt, die so viel zu bietet hat?

Erfreuliches ist auch von der „Sächsischen Landesstelle für Museumswesen“ zu berichten, die das Schloss nach einer Kontroll-Begehung und unserer Ausarbeitung einer Konzeption nach dem neuen „Museums-Standard“ der Bundesrepublik als Museum offiziell bestätigt hat, wovon die weitere Ausreichung von Fördergeldern für z.B. Restaurierungsarbeiten abhängt.

Der Vorstand des Fördervereins bemüht sich, die Voraussetzungen für den Einbau einer Holzheizung für das Schloss, das Schnitzerheim zu schaffen, mit der ca. 30% der Heizkosten eingespart werden könnten. Zur Zeit wird nach Abstimmung mit dem Stadtrat eine kostenlose Machbarkeitsstudie erarbeitet, die die räumliche Anordnung und das Kosten-Nutzen-Verhältnis aussagen wird.

Auch die Rettung der Malzmühle wird nicht aufgegeben, weil grundsätzlich die Möglichkeit einer 95%igen Förderung der Restaurierungs- und Ausbaukosten durch ein EU-Programm besteht, wenn mit einem Partnerprojekt in der tschechischen Republik zusammengearbeitet wird. Diese außergewöhnlich hohe Förderrate macht die Bemühungen um das historische Gebäude eigentlich zur Pflicht. Als Nutzung käme die Erweiterung der Sammlung erzgebirgischer Landschaftskunst durch den Kulturraum Erzgebirge und eine Beherbungsstätte für Wanderer in Frage. Nach einer verheißungsvollen ersten Studie könnte auch dafür ein zunächst kostenloses Projekt angefertigt werden, wenn die Stadt dafür dem Förderverein das zweckgebundene Nutzungsrecht überträgt.

Der Dezember wird den Bürgern der Stadt und den Gästen von außerhalb wieder viel Advent- und Weihnachtsunterhaltung im Schloss bieten. Den Reigen eröffnet „Musik und Literatur im Rittersaal“ am 4. mit einem barocken Orgel- und Trompetenkonzert. Dazu kommen zum zweiten Mal nach 2006 wieder der Solotrompeter der Staatskapelle Dresden, Matthias Schmutzler, und der Kantor der Kreuzkirche Dresden, Holger Gehring, ins Schloss. Die beiden Namen stehen für Musik der Spitzenklasse!

Am 13. und 14. wird von jeweils 13 bis 18 Uhr Advent im Schloss gefeiert mit historischen Handwerkern und Händlern, weihnachtlicher Gastronomie und Unterhaltung. Weihnachtliches Konzert im Schlosshof gibt es am 13.  um 19 Uhr mit der Gruppe „Hohe Zeit“ und am 14. um 14 Uhr wie jedes Jahr das Adventsliedersingen mit der Chorgemeinschaft Zschopautal, dem auch wieder der Stollenanschnitt und 18.30 Uhr das Bläserkonzert vom Altan folgt. Am 22. schließlich feiert die Bergknappschaft Schlettau wieder ihre wunderbare Mettenschicht im Rittersaal.

Liebe Schlettauer und Dörfler, sie können sich auf eine schöne Vorweihnachtszeit im Schloss freuen, das versichert Ihnen im Auftrag des Vorstandes des Fördervereins Schloss Schlettau

Ihr Dr. Dieter Rausendorff




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