Scheibenberger Kirchturm wird Baustelle
SCHEIBENBERG: Der Scheibenberger Kirchturm ist ab sofort für Besucher geschlossen. Die letzte Besichtigungsmöglichkeit des Turminneren vor der Demontage der Glocken und dem Beginn der Innenarbeiten bestand am 16. Mai.
In der St. Johanniskirche zu Scheibenberg wird in diesem Jahr ein neues Bronzegeläut angeschafft und die Sanierung des Glockenstuhls begonnen.
Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken: "Bei unserem Scheibenberger Kirchturm muss das gesamte Innenleben erneuert werden. Das bedeutet, das gesamte Holzwerk muss entfernt und ausgetauscht werden, weil dort Schwammbefall und andere Holzschädlinge drin sind. Ebenso muss der Glockenstuhl erneuert werden. Und es müssen die Glocken selbst erneuert werden. Das ist das wichtigste und das erste Vorhaben, denn die sind jetzt leider nicht mehr weiter zu nutzen."
Warum kann man die jetzigen Glocken nicht mehr läuten?
Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken: "Die Eisengussglocken nach dem zweiten Weltkrieg waren überall eigentlich nur Notbehelf. Man wollte an dieser Stelle sehr bald wieder Glocken haben aber die Haltbarkeit ist natürlich beschränkt. Jetzt sind diese Glocken 60 Jahre alt und die Korrossionserscheinungen sind einfach so weit fortgeschritten, dass man sie nicht aufhalten kann, das ist nicht möglich. Und jetzt müssen Bronzeglocken her, die auf diese Korrossion so nicht reagieren und die hoffentlich viel viel länger halten."
Unter der Kirchturmspitze hängt aber noch eine andere, ganz besondere Glocke. Die sogenannte Häuerglocke. Sie stammt aus dem Jahre 1522 und wird heute noch bei besonderen Festgottesdiensten geläutet.
Nachricht vom 18.05.2010 09:00 Uhr Autor: MT
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