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Mitteilungen des Bürgermeisters


Ausgabe Februar 2009

Nachdem der Dezember mit dem weißen Pulver recht sparsam war, konnten wir im Januar doch noch reichlich Schnee für gute wintersportliche Bedingungen verzeichnen. Hoffentlich hält das Wetter auch bis in die Ferien hinein. Bedauerlicher Weise mussten viele Bürger die Schließung des Fremdenverkehrsbüro im Rathaus zum Jahreswechsel hin zur Kenntnis nehmen. Frau Hannelore Wagner und ihre Mitarbeiter hatten sich über Jahre engagiert für die Fremdenverkehrstätigkeit in unserer Region eingesetzt. Der Fremdenverkehrsverein am Scheibenberg e.V., der 1994 gegründet wurde und einmal für die Orte Crottendorf, Schlettau und Scheibenberg tätig war, hatte nach den Austritten von Crottendorf und Scheibenberg nur noch Schlettau als kommunales Mitglied neben etlichen privaten Vermietern. Damit war das finanzielle Überleben des Vereins nicht mehr gesichert und es blieb uns nur noch die Auflösung übrig. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei Frau Wagner und Ihren Mitarbeitern für die geleistete Arbeit bedanken. Damit auch weiterhin eine Fremdenverkehrstätigkeit in Schlettau betrieben wird, hat sich der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung umfangreiche Gedanken gemacht. Mit dem Schloss Schlettau als neuen Anlaufpunkt, den Schlossförderverein als Träger und die Stadt Annaberg als Partner für die überregionale Vermarktung haben wir eine optimale und finanzierbare Lösung gefunden. Dadurch konnte auch eine Mitarbeiterin aus dem Fremdenverkehrsverein übernommen werden. Herrn Manfred Drechsel vom Schlossförderverein und der Stadt Annaberg ist es zu verdanken, dass die Fremdenverkehrstätigkeit eine gesicherte Zukunft in Schlettau hat. Schließlich sind wir ein staatlich anerkannter Erholungsort und wollen es auch bleiben. Traurig sind natürlich viele Bürger über den Umstand, dass unser Rathaus nun wieder etwas leerer geworden ist.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Stadtratssitzung im Dezember waren die fehlenden Hortplätze und die damit verbundene Gefahr um die Bildung der 1. Klasse für das Schuljahr 2009/2010. Neben der Schulleiterin und Hortleiterin waren auch betroffene Mütter zu Gast in dieser Stadtratssitzung und haben uns die Dringlichkeit der Situation nahegebracht. Der Stadtrat hat sich zur Lösung des Problems bekannt und wir werden rechtzeitig jedem Kind einen Hortplatz anbieten können. Dazu werde ich allen Eltern der Schulanfänger noch persönlich einen Brief schreiben und ihnen einen Hortplatz garantieren.

2009 ist Wahljahr! Das ist eine gute Gelegenheit auch über die weitere Zukunft unserer Stadt nachzudenken, Wünsche zu äußern und Kritik loszuwerden. Ein zentrales Thema wird sicherlich die weiter kommunale Zusammenarbeit sein. Angeheizt durch Umorientierung der Stadt Elterlein von Geyer nach Zwönitz bleiben wir nicht verschont von der Frage, wohin soll die Entwicklung mit Schlettau und Dörfel gehen. Die Tatsache, dass die Stadt Schlettau keinen hauptamtlichen Bürgermeister und andere nur noch mit Ausnahmegenehmigung zeitlich begrenzt den Hauptamtlichen haben, hat mit Blick auf die Stadt- und Gemeinderatswahl im Juni 2009, Bewegung in die Frage der weiteren kommunalen Zusammenarbeit gebracht. Nutzen wir diese Zeit für einen fairen und gesunden Meinungsaustausch. Ihre Meinung als Bürger ist hier mehr als gefragt und erwünscht.

Auf meinen Wunschzettel für die Wahl 2009 stehen ganz oben ein oder mehrere Bewerber aus Dörfel, damit unser Ortsteil im Stadtrat ebenso über eine Stimme verfügt und für Probleme in Dörfel eintreten kann.

 

Ihr Bürgermeister Axel Bräuer




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