Mitteilungen des Bürgermeisters
Ausgabe März 2009
Für die Leser der Freien Presse unter Ihnen gab es in der letzten Zeit einige Artikel über Schlettau zu lesen mit allerhand Zündstoff. Zum einen geprägt von der Auseinandersetzung um den neuen Haushalt, zum anderen mit einigen Schwierigkeiten innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Scheibenberg - Schlettau.
Das alles hat nicht nur mit dem reinen Geld zu tun. Schon von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass hier allerhand Unausgesprochenes schwelt. Das hat meine Arbeit belastet und ich hatte mich dazu durchgerungen die Probleme aufzubrechen, sichtbar zu machen und offen anzusprechen.
Das war sicherlich nicht sehr diplomatisch von mir und in dieser Form auch bisher nicht üblich gewesen, aber manchmal hilft eben nur rücksichtslose Ehrlichkeit. Die Frage nach der Zukunft von Schlettau und Dörfel ist nun endgültig in Gang gekommen. Und ich bekräftige nochmal meine Mahnung an Sie alle ... diskutieren Sie mit!
Sitzungen des Stadtrates und der Verwaltungsgemeinschaft sind immer öffentlich und werden an der Anschlagtafel rechtzeitig bekannt gegeben. Es ist unser aller Stadt und geht uns alle an.
Dass Kommunen nicht nur streiten, sondern auch gemeinsames zu Stande bringen, beweist die Veranstaltung am 3. Februar in Markersbach. Dort haben sich die Anliegerkommunen Annaberg, Crottendorf, Schlettau, Scheibenberg, Markersbach-Raschau und Schwarzenberg der bestehenden Eisenbahnstrecke Annaberg-Schwarzenberg auf einen Vertrag geeinigt, der die Belebung der Eisenbahnstrecke zu touristischen Zwecken dienen soll. An 5 Wochenenden verkehrt ein Sonderzug zu ausgewählten Veranstaltungen in verschiedenen Städten und Gemeinden. Für das Konzept haben sich maßgeblich Schlettaus Ex-Bürgermeister Matthias Greifenhagen und Amtsleiter Jochen Meyer stark gemacht.
So werden auch Sonderzüge zum Schlossparkfest hoffentlich viele Gäste mitbringen. Dass das Schlossparkfest überhaupt stattfinden kann, verdanken wir auch dem neuen Landkreis Erzgebirge, der sich auch dieses Jahr wieder finanziell engagieren wird. Wir mussten zwar etwas den Rotstift ansetzen, um den Verlust des vergangenen Jahres zu begrenzen.
Aber der Kulturausschuss und die verschiedenen Vereine unserer Stadt haben sich mit Beharrlichkeit um eine Fortsetzung dieses beliebten Festes eingesetzt. Dank sei ihnen dafür und hoffentlich bedanken sich viele Gäste mit ihrem Kommen.
Ihr Bürgermeister Axel Bräuer

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